‘ne Woche in Manhattan


New York, kaum eine Stadt wird so häufig als Kulisse für Filme und Serien benutzt wie diese. Fakt ist, New York ist die größte und statistisch sicherste Stadt in den USA. Und ja, da ist immer was los. Von klein auf wurde mein Kopf unterbewusst mit infos über diese Stadt gefüttert. Und wenn man wirklich mal drauf achtet, ist sie wirklich immer irgendwie in irgendeiner Doku/Film/Serie vertreten. Dabei war “Sex and the City” nur das i Tüpfelchen… Schlussendlich war es also endlich mal an der Zeit New York City, sprich Manhattan einen besuch abzustatten. Gesagt getan.

Nun ja ich hatte natürlich sehr viele Erwartungen an diese Stadt gelegt, und mich vorher viel informiert. Neben meinen Reiseführern, halfen mir die Blogs http://newyorkcubic.com/ und http://www.kahunablog.de/weltkarte/newyorkcity/ beim Planen meiner kleinen Shopping  Reise.

Ende März war es dann so weit. Gegenüber vom Madison Square Garden checkte ich also im Affinia Manhattan ein. Zwei Doppelbetten, Sofa, alter Fernseher, eine vollständige Küche und Badezimmer war schon ganz schön nett :)

Am Abend angekommen, ging es nach einer erfrischenden Dusche nochmal runter um etwas Essbares aufzutreiben. So gegen 22 Uhr war noch wirklich sehr viel los auf den Strassen, jede menge Hot Dog Stände, und auch einige Läden waren offen. Herrlich! So will ich es haben :)

Gefühlt war es aber gar nicht mal so ungewohnt. Ich habe mich wie “zuhause” gefühlt. Es war weder zu Laut noch roch es unangenehm.

Die Woche war dennoch sehr ernüchternd. Manhattan ist kleiner als ich sie mir vorgestellt hatte. Auch die Klamotten Läden für Männer (ausgenommen Jeans) waren wirklich sehr Rar gesät. Für eine Frau, wäre die ganze Shoppingtour ein absoluter GAU gewesen :).

Es ist beeindruckend, das sich um jede Ecke eine andere Welt eröffnet. Dabei war China Town und Little Italy wirklich das extremste. Zudem ist die ganze Stadt voll von so vielen Unterschiedlichen Menschen. Man hört zwar immer wieder, das New York ein einziger Kultureller Mischpot ist, aber dies mal zu sehen war schon beeindruckend. Der Central Park war zwar leider noch nicht in voller Blühte, dennoch konnte man erahnen wie schön es mitten im Sommer sein muss, dort spazieren zu gehen. Dort wurde ausserdem ein Film gedreht, mit irgend einem Schauspieler vom Film “Hangover” (Irgend n Horror oder so in der Art). Da wirklich alles drumherum abgesperrt wurde, konnte ich kaum etwas sehen, leider.

Was bei einem Besuch in New York nicht fehlen durfte waren natürlich die Sehenswürdigkeiten wie die Freiheitsstatue, die mir ebenfalls viel zu klein vor kam. Oder das Rockefeller Center, wo noch die Schlittschuhbahn aufgebaut war. Natürlich habe ich mir ein Besuch im neuen Apple Store nicht nehmen lassen. Auch hier war ich schon etwas enttäuscht. Natürlich ist das Gläserne Gebäude sehr schön anzuschauen, vor allem am Abend, aber umgehauen hat es mich nicht. Was mir aber am meisten Gefallen hat, war F.A.O. Schwarz, ein Riesen Spielzeug laden. Vielen ist das übergroße Piano auf den man spielen kann, aus einigen Filmen bekannt. Als Kind ist es ein Paradies. Jedes Kind blieb alle paar Schritte stehen und wollte irgendwas haben. Ich war Froh meine Nichten nicht dabei gehabt zu haben, die wären durchgedreht :D.

Natürlich musste ich auch die Weltweit bekannte Grand Central Station besuchen. Nicht nur weil ich unbedingt ein Foto machen wollte, sondern um das flair zu spüren. Auch hier fühlte man sich in eine andere Welt versetzt. Der Kleine Markt im unteren Bereich und die Cafes haben schon einen sehr interessante Wirkung auf mich gehabt. Die vielen Menschen die hier ein und aus gingen wirkten wie der Puls der Station, und puschen einen selbst ein wenig.

Die Brooklyn Bridge war auch eines meiner Highlights. Es ist nicht die Größte Brücke die man gesehen hat, aber eines der Schönsten wie ich finde. Die Kombination von Stein, Metal und Holz, sind wirklich toll. Genervt wurde man nur permanent von den Fahrradfahrern, welche andauernd am Klingeln waren um durchgelassen zu werden.

Meine anfänglichen Pläne nächstes Jahr einige Monate in Manhattan zu verbringen, werde ich wahrscheinlich nicht durchziehen. Dennoch könnte ich mir sehr gut vorstellen, eine weile dort zu leben. Vielleicht sogar für immer (wären die Nervigen einreise gesetzte nicht). Ich muss aber auch sagen, das mir der Service den ich in Denver kennengelernt habe, sehr gefehlt hat. Oftmals hatte man bedenken in einen Laden rein zu gehen, da dort überwiegend farbige (naja eigentlich habe ich nur welche gesehen), böse blickende Menschen auf einen warteten. War man erst drinnen, verging das schlechte Gefühl und wurde durch die Gleichgültigkeit der Angestellten ersetzt. Dies war natürlich anders, umso teurer der Laden wurde…

Die New Yorker Subway hat auch einen wesentlich schlechteren und gefährlicheren ruf, als sie in Wahrheit ist. Meiner Meinung nach sogar die bequemste Möglichkeit sich in Manhattan fort zu bewegen. Auf fast jeder etwas größeren Haltestelle wurde man von einheimischen Musikern unterhalten genervt.


Es gibt hier wirklich viel zu erleben. Man muss aber um wirklich was zu sehen, selbst aktiv werden. Zudem ist Manhattan wirklich teuer. Die Hot Dog Stände hauen einen gerne übers Ohr, wenn man nicht vorab fragt wie teuer so ein Hotdog ist, kann man schon mal 4,5$ für einen Hotdog ausgeben. Ich muss aber auch sagen das mir das Permanente Straßen Geräusch im Hintergrund angefangen hat zu fehlen. New York hat schon seinen eigenen Charme.Ich verstehe nun warum die meisten Menschen so gefesselt sind von dieser Stadt.

Ich werde bestimmt noch einmal wieder kommen, eventuell für eine länger zeit.