Das Glücksprinzip


Es ist schon eine Weile her, als ich den Film “Das Glücksprinzip”gesehen habe. Für alle die ihn noch nicht gesehen haben, da dieser irgendwie untergegangen ist (leider), empfehle ich ihn zu schauen. Kurz gesagt geht es darum wie ein Kleiner Junge, dessen Mutter ein Alkoholproblem hat und sich vom Vater getrennt hatte, da dieser Sie geschlagen hatte. Dieser Junge bekommt einen neuen Lehrer, dieser gibt dem Junge eine Aufgabe auf, etwas zu tun worauf sie stolz sein können am ende des Schuljahres… oder so. Ich weiss es nicht mehr ganz genau, was aber auch nicht wichtig ist, wichtig ist die Idee die der Junge dann hatte und durchsetzte.Was mich schon seit einer Weile beschäftigt…

Er war der Meinung, das man in seinem Leben 3 Menschen helfen sollte. Es sollte etwas sein, was sie von alleine nicht schaffen und somit jemanden zur Unterstützung benötigten. Wenn man ihnen dann geholfen hatte, muss oder eher sollte die Person “es” dann auch an 3 weitere Menschen weiter geben und so weiter…

Der Gedanke an das Gute im Menschen spielt hierbei eine sehr große Rolle. Wenn man “es” also weiter gibt, hilft man jemanden und macht die Welt etwas besser. Ein schöner Gedanke, der wahrscheinlich in der Realität nicht so einfach funktioniert wie in diesem Film. Wem diese Gute Tat trifft ist dabei auch zufällig, man kann es also auch nicht wirklich steuern. Wenn man also eine art Konto mit sich herum trägt, mit 3 Guten Taten. Wäre es nicht wahrscheinlich dass man als Mensch viel aufmerksamer durch das Leben gehen würde?

Es kann natürlich auch eine art Druck erhöhen und somit zur Pflicht werden, was natürlich nicht schön ist. Aber die idee wäre zumindest nicht schlecht.

Das mal zur Einleitung…

Mir wurde vor einiger Zeit, als ich mit einem Bekannten auf der Film zu sprechen kam, eine App empfohlen, mit dem Namen “DoGood” . Diese App, sagt einem sozusagen Täglich was man tun könnte um etwas Positives für die Welt oder die Mitmenschen bei zusteuern. Diese Gute Tat kann man dann markieren und es verbreiten. Man sieht dann Kommentare und eine Weltkarte wo wie oft es schon getan wurde. Eigentlich recht plump. Dennoch finde ich diese idee garnicht mal so schlecht.

Ich bin kein heiliger und ich gebe offen zu, mir gehen einige Menschen bzw die meisten eigentlich am A. vorbei. Es ist nicht schön aber es stimmt! Dennoch versuche ich im Alltag hilfsbereit zu sein. Es hat dabei nichts mit irgendeiner Religion zu tun, oder einer Verpflichtung. Ich verlange auch nichts als Gegenleistung.

Auch wenn ich es oft verflucht habe, ich helfe gern! Daraus habe ich mir schon oft, einen Strick gedreht, da ich einiges nicht mehr einhalten konnte. Aber und das muss ich in den Vordergrund stellen, ich habe es immer positiv gemeint und es immer versucht.

Natürlich wird sowas oft ausgenutzt, aber das gehört scheinbar dazu und man muss ja auch nicht immer “ja” zu allem sagen. Vielmehr sollte man auch üben ein klares “nein” zu Formulieren. Ansonsten findet man sich irgendwann an einem Punkt wieder, an denen einen bewusst wird, dass man die Person ist die ihre Freizeit nur noch für andere “vergeudet”.

Worauf ich hinaus will: Ich würde es schön finden, ganz ohne Religiösen Hintergrund, wenn es mehr Menschen gebe die einfach mal hier und da helfen. Egal worum es geht, oft reicht es auch anderen zuzuhören, oder jemanden einfach mal ein Kompliment auszusprechen (nur wenn man es wirklich meint)… aber was evtl. noch wichtiger wäre, dass man denen die helfen und nichts dafür verlangen öfters einfach mal das Gefühl gibt dass all dies nicht umsonst ist.

Wir brauchen kein Glücksprinzip oder eine App … aber es ist auch schön zu sehen und teilen zu können, dass man es zumindest versucht etwas zum Gemeinsamen wohl beizutragen.

… nur so ein Gedanke

  • Pingback: Täglich eine gute Tat - ein tolles Gefühl - Superspirit Superspirit()

  • Anna

    Ich kenne und liebe diesen Film und finde es auch sehr schade, dass er untergegangen ist. Meiner Meinung nach ist die obige Aussage jedoch nicht ganz richitg!

    -Zitat: “Dieser Junge bekommt einen neuen Lehrer, dieser gibt dem Junge eine
    Aufgabe auf, etwas zu tun worauf sie stolz sein können am ende des
    Schuljahres… oder so. Ich weiss es nicht mehr ganz genau, was aber auch
    nicht wichtig ist, wichtig ist die Idee die der Junge dann hatte und
    durchsetzte.”

    Dieser Film hat eine Botschaft. Er erinnert uns daran, an das Gute in Menschen und in der Welt zu glauben. Und deswegen ist die Aufgabenstellung des neuen Lehrers alles andere als “nicht wichtig”.

    Die Schüler sollten sich überlegen, was sie tun können, um die Welt zu verändern… Und die Auswirkungen der Idee des Jungen zeigen, dass wir mit den kleinsten Dingen, die wir TUN, die Welt nicht nur verändern, sondern sogar verbessern können… Taten sind das Leben… :)