Wir sind nur ein Kostenfaktor!


Letztens wurde mir gesagt, das wir als IT nicht nur ein Kostenfaktor sind. Das hat mich verblüfft zu hören. Natürlich hört man so etwas selten, und in Zeiten wo es etwas stressiger ist sowieso nicht so oft. Das hat mich ins Grübeln gebracht…

Wenn man in einer Firma arbeitet die primär Geld mit einer Dienstleistung verdient, welche äusserlich nicht mit einer IT Abteilung verbunden ist, kann man davon ausgehen dass die Wertschätzung der IT gegenüber sehr klein ist. In einer Zeit in der man wie selbstverständlich an einem Computer und in Netzwerken arbeitet, ist den meisten nicht bewusst welche strippen im Hintergrund gezogen werden müssen damit dies so funktioniert, wie es funktionieren soll.

Und natürlich soll ein Anwender nicht darüber nachdenken müssen. Er oder Sie soll sich auf die Arbeit konzentrieren, nicht wann welche Updates geladen und installiert werden. Systembedingte Updates oder Backups, sollen wie von selbst gewartet und gepflegt werden. Natürlich sieht das aus Anwender Sicht immer so aus, als würde alles ja funktionieren und die IT an sich, als Abteilung würde nur viel Geld verbrennen, statt wie andere Abteilungen Geld heranschaffen.

Es ist verrückt, wenn eine IT Abteilung gut funktioniert und weiss was Sie tut, dann spürt der Anwender nicht das im Hintergrund gearbeitet wird. Das wiederum lässt den Anwender darauf schliessen das diese Abteilung nichts macht. Nur wenn etwas besser oder schlechter wird, kann aus Anwender Sicher gesagt werden, dass arbeit erfolgt ist.

Wenn eine permanente konstante welche in der IT ja gewünscht ist herrscht, ausgenommen natürlich innovationen die das arbeiten verbessern oder erleichtern, wird zwar in der IT Abteilung gearbeitet, sprich Wartung, updates etc. getätigt nur wird genau das nicht bemerkt! Erst bei ausfällen oder bei Technischen Problemen wo ein IT Mitarbeiter eingreifen muss, wir dem Anwender bewusst wer eigentlich für den reibungslosen Ablauf der Technik verantwortlich ist.

Nach einigen Jahren in der IT – Branche, mit unzähligen Anwendern die häufig einen hören rang haben und sich dadurch scheinbar auch einbilden “besser” zu sein als andere, kommt man in eine schleife des genervt seins. Man ackert im Hintergrund, versucht Projekte vorran zu treiben, ist immer Nett zu den Kollegen / Anwendern, also kurzum man macht seine arbeit. Man stellt fest das man nicht immer Ja sagen darf, nicht zu schnell Probleme lösen darf und vor allem nicht zu viel tun darf! Das ist frustrierend, tut man einies dieser genannten dinge, kann es passieren das man zum leibeignen mutiert und es wird von einem verlang zu springen. Da interessiert auch nicht das die vorher erarbeitete Lösung nicht “dem Standard” entspricht und daher ein grund ist warum nun Fehler entstanden sind. Ab sofort ist man verpflichtet sich dem Problem anzunehmen, egal was man im Grunde zu tun hat. Dies gilt vor allem wenn es um Vorgesetzte geht, insbesondere wenn diese Vorgesetzten eigentlich nicht sonderlich geeignet sind zum führen von einer Abteilung. Doch das wird meist genau in diesem Moment so richtig rauskristallisiert.

Gute Vorgesetzte sind leider nicht die Regel und somit muss man oft dinge tun die eigentlich nicht sein sollten. Aber da man ja seine arbeit anständig machen will und der Servicegedanke gelebt werden will, tut man es natürlich.

Um aber zum Titel zurück zu kommen, vielen und das leider meist denen die für Geld in einer Firma zuständig sind, ist nicht bewusst das die IT berechtigter weise Geld kostet, meist auch mehr als andere Abteilungen. Was oft auch daran liegt das dass meiste Equipment auf die IT gebucht wird (ist je nach Firma natürlich unterschiedlich). Da diese Personen nur auf die nacken Zahlen schauen und nicht darauf was tatsächlich im Hintergrund passiert und dies mehr als notwendig ist, ist man nur eine Zahl die zu viel ausgegeben wird. Geht es einer Firma mal schlecht, kann man schnell erahnen wer zu erst den Kopf hinalten muss.

In solchen momentan kommt es vor das man frustriert ist und sich selbst schon sagt, man sein nur ein Kostenfaktor ist und man müsse effizienter arbeiten. Man stresst sich also, wird krank, geht krank zu arbeit und verschleppt Krankheiten bis man sie dann auskurieren muss, da es gar nicht anders mehr geht. Wenn man an so einem Punkt ist, man seine arbeit zwar wirklich gerne mag, aber weder vom vorgesetzten noch von den Kollegen unterstützt wird, damit man entlastet wird, ist es zeit für eine Veränderung.

Wenn man anfängt zu glauben, das die IT nur ein Kostenfaktor ist, läuft irgendetwas schief…