Soylent und mein erstes Fazit.


Es ist jetzt einige Monate her, als ich anfing mich auf Soylent umzustellen. Mein Experiment, dauerte einen Monat lang an und ich wartete jetzt einige Zeit um mir Gedanklich ein vollständiges Bild zu machen. Im letzten Blogpost (Soylent, oder wie ich aufhörte zu essen.) erklärte ich was Soylent ist und wieso ich mich damit ernähren werde. Daher gehe ich da nicht mehr allzu tief drauf ein.

Sehr schnell wurde für mich klar, das es möglich war sich rein ausschliesslich und ohne Hungergefühl mit Soylent zu verpflegen. Dennoch entschied ich mich nur Werktags Soylent zu konsumieren und auch nur im laufe des Tages. Am Abend gab es was warmes zu Hause. Die Wochenenden ernährte ich mich wie sonst auch, rein Vegan. Da mein Soylent nicht das Kaufprodukt war, sondern ein auf meine Bedürfnisse zugeschnittener von mir erstellter mix. Es war daher nicht wie das original Soylent sehr günstig, aber noch im rahmen.

Das Mischen der Zutaten wurde sehr schnell Routine. Ein Mix reichte für mich dann auch schon 2 Tage, da ich wie schon erwähnt nur halbtags konsumierte. Dennoch nervte es den Abend zuvor etwas. Freunde, Verwandte, Kollegen und mein Mann reagierten anfänglich sehr misstrauisch auf meinen Versuch. Aber Sie sind es ja nicht anders gewöhnt ;)

Nun mein Fazit. Ich habe in der Zeit nicht wie geplant mein Insanity Workout durchgezogen. Was weniger damit zu tun hatte, das ich es nicht konnte, sondern mehr weil ich die letzten Monate einfach keinen Antrieb hatte mich da durchzukämpfen. Stattdessen, lief ich unregelmäßig meine 4 bis 5 km. Ich beobachtete meinen Körper und mein Wohlbefinden sehr intensiv. Zwar lies ich mich nicht von meinem Hausarzt betreuen, dennoch kann ich von mir behaupten top fit gewesen zu sein.

Fakt ist, dass was die meisten der Veganen oder Rohköstlichen Ernährungsweise zusprachen. Keine Müdigkeit, ein leichteres Körpergefühl und absolut klar und performanter zu sein, erlebte ich tatsächlich das erste mal mit meiner Soylent “diät”.  Der Geschmack langweilte mich erstaunlicher weise nicht. Obwohl ich wirklich täglich beim ersten Schluck dachte: “jetzt muss du dich bestimmt gleich überwinden es zu trinken”, nein ganz im Gegenteil. Es schmeckte mir sehr gut. Ich wechselte mich mit Spinatpulver und Kakaopulver ab, so das es nicht täglich der gleiche Geschmack war. Ende vom Lied, ich musste teilweise aufpassen, nicht alles zu schnell zu konsumieren und den restlichen Tag nichts mehr zum essen zu haben.

Dies Passierte zum Glück nie. Auch meine unbegründete Angst das ich abends total Hungrig bin, trat nicht ein. Jetzt fragen sicherlich einige, warum ich dann nach einem Monat aufgehört habe.  Ganz Einfach. Ursprünglich wollte ich eigentlich mit dem Original Soylent Produkten anfangen mich umzustellen. Das ewige zusammenmixen der Produkte nervte und war Finanziell gesehen auch kein wirklicher Vorteil. Ich hatte 2 mal mein Soylent etwas zu lange im Kühlschrank stehen lassen, da ich durch das Wochenende eine Unterbrechung machte. Bedeutete für mich das mein Soylent am Montag schlecht war und ich mir ein Brötchen holen musste.

Ich nehme aus diesem Versuch mit, dass es sehr wohl möglich ist, ohne zu essen zu leben. Ich habe seitdem auch aufgehört Mittags warm zu essen. Damit umgehe ich dem Mittäglichen Suppenkoma. Ich laufe stattdessen eine runde Draussen und esse ein Brötchen oder Obst.

Das Experiment war ein voller erfolg und auch wenn es sich für aussenstehende eigenartig anhört, ich würde es jederzeit wiederholen. Ich warte jetzt erst einmal auf das Original, bis ich weitermache.

  • P!ROOOO (-(-(–)-)-)

    Sag mal Bescheid wenn das Zeug hier zu haben ist. Dann teste ich das auch mal. Auch als Hardcore-Fleischfresser ;-)

  • vanitas

    Mach ich! Bin gespannt wie du es empfindest, du isst ja doch wesentlich lieber als ich, was bestimmt etwas mehr umgewöhnung bedarf.